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Köln
Berufsverband der Verkaufsförderer und Trainer e.V.An einem Samstag im November war es dann soweit. Etwa drei Handvoll
Kolleginnen und Kollegen aus der Beraterszene fanden sich in einem
Tagungshotel vor der verschlossenen Tür der Fabrik im Seminarraum (Videomitschnitt)
ein. Eintritt verboten! Nach einer Vorstellungsrunde bereiteten uns die
Veranstalter auf den Tag vor. Und dann ging’s los und wir durften die
‚Fabrik‘ in Besitz nehmen. Teils neugierig, teils argwöhnisch beäugten
wir das Ensemble der Tische und die darauf platzierten Dinge: bunte
Kunststoffboxen, wie wir sie aus einer Werkstatt kennen, Werkzeuge,
verschiedene Einzelteile für das Fertigprodukt. Übrigens: Diese Fabrik
fertigt Starkstromstecker und –steckdosen in je zwei Varianten, Bier
gab’s nicht zu brauen.
Über
die einzelnen Tische verteilt konnten wir eine ganze Fabrik ausmachen:
es gibt eine (dreistufige) Produktion, ein Lager, eine Verpackung, die
Qualitätskontrolle, Produktionsplanung und Rechnungswesen, einen Platz
für Nacharbeit (!) und darüber hinaus Kunden und Lieferanten – also eine
vorwärts und rückwärts integrierte Supply Chain. An Hand des Aufbaus
erstellten wir den gesamten Wertstrom.
An allen Plätzen lagen
Tätigkeitsbeschreibungen und in der Produktion auch Stücklisten aus. Für
die erste Simulationsrunde waren bereits Aufträge in der Bearbeitung,
so dass wir nicht bei null gestartet waren. Nun mussten noch die Rollen
verteilt werden und dann ging’s los. Eine Stunde lang Kundenwünsche
erfüllen, was für eine Herausforderung für diese Supply Chain! Was jeder
Teilnehmer während dieser Stunde schon selbst merkte, wurde danach
durch die Ermittlung diverser Kennzahlen (z.B. gefertigte und gelieferte
Produkte, Umsatz, Bestände, Qualitätsmängel) bittere Wahrheit: So
geht’s nicht, so ein Unternehmen kann am Markt nicht bestehen: tiefrote
Zahlen, unzufriedener Kunde. Die formellen Prozesse und Schnittstellen
haben nicht funktioniert, informelle Prozesse und Workarounds
entstanden, es fehlte an Transparenz entlang der Supply Chain.
Wir
setzten uns an Hand der Kennzahlen Ziele, die in der zweiten Runde am
Nachmittag erreicht werden sollten. Doch zuvor haben wir dann in
Gruppenarbeit die Ist-Situation auseinandergepflückt,
Optimierungspotenziale identifiziert und den neue Wertstrom beschrieben.
Dementsprechend wurden die Tische neu angeordnet und die zweite
Simulationsrunde vorbereitet. Drei Schwerpunkte sind wir im neuen Layout
angegangen:
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