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DruckenVeröffentlicht am 30.09.2008 von Friederike von der Marwitz

Fachartikel

Und ewig lauert das Fettnäpfchen

Und ewig lauert das Fettnäpfchen
Von Yvonne Scheller

….Ganz klar für mehr Taktgefühl im täglichen Umgang miteinander spricht sich denn auch Friederike von der Marwitz aus. "In vielen Ländern ist der sensible Umgang mit den Gefühlen anderer viel verbreiteter als in Deutschland", erklärt die Expertin für internationale Business-Etikette und rät zum Grundsatz, "mit seiner Äußerung niemanden zu nahe treten zu wollen oder gar die Gefühle anderer zu verletzen." Humor auf Kosten anderer sei somit tabu. "Auf eigene Kosten, das ja. Nehmen Sie die Briten. Die können ihre Eigenheiten wunderbar auf die Schippe nehmen. Doch jemand anderen bloßzustellen, nur um die Lacher auf seiner Seite zu haben, zeugt nicht von gutem Stil." Vielmehr müsse es im Geschäftsleben wie auch im privaten Umgang darum gehen, dem anderen Respekt zu bezeugen und ihm ein gutes Gefühl zu verschaffen - "Eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche (Geschäfts)Beziehungen." Dazu gehöre ein gewisses Maß an Sensibilität dem Gesprächspartner gegenüber, echtes Zuhören und das Wahrnehmen der nonverbalen Kommunikation. "Wer im Gespräch mit Ihnen einen Schritt zurücktritt, fühlt sich entweder mit ihrer letzten Äußerung nicht wohl oder er möchte das Gespräch langsam beenden", sagt von der Marwitz. Kommt der Gesprächspartner hingegen immer näher, ist möglicherweise eine nachlässige Aussprache der Grund. "Klar und deutlich zu artikulieren ist ebenfalls ein Gebot der Höflichkeit", betont von der Marwitz. Zudem lassen sich so akustische Missverständnisse vermeiden á la: "Herr Stuck ist ein mitreißender Redner." - "Was soll das heißen: Sie halten Herrn Stuck für einen mitreisenden Gegner!?"
Auch für den Umgang mit dem Handy gelte, der Gesprächspartner vor Ort hat immer Vorrang. Ein krähender Hahn, eine Posaunenfanfare oder die Titelmelodie des aktuellen Kinohits, jedes Telefonklingeln, das das Gespräch unterbricht, ist ein klarer Verstoß gegen die Regeln des guten Tons. Generell rät Friederike von der Marwitz im geschäftlichen Umfeld zu eher seriösen Klingeltönen. Als Anknüpfungspunkt für einen angeregten Small-Talk hingegen könnte sie sich die humoristischen Töne gut vorstellen. "Leider", schränkt sie ein, "wird der Geschäftspartner den Klingelton kaum hören." Denn die erste Handyregel verlange eben: Weg mit dem Telefon, sobald der Gesprächspartner eintrifft. "Wer sein Telefon auf den Tisch legt, signalisiert damit, dieses Gespräch ist mir nicht so wichtig wie mögliche Telefonate." …
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